Tag 2: I am ok drowning today oder Breaking and Entering

Nach einem ausgiebigen Frühstück (dank Marillyn), konnte ich mit meiner Gastgeberin und ihrer Hündin noch einen morgendlichen Spaziergang zum Nooksack River machen, der wie so viele Gletscherbäche doch ganz schon frisch ist (um zum Hauptarm zu kommen muss man durch einen Seitenarm waten).

Nachdem ich festgestellt habe, dass das Handy, was ich mir als Ersatz für mein nun vollständig kaputtes Tablet kaufen wollte erst in 5 Tagen erscheint konnte ich mir den Umweg über den Elektronikmarkt sparen und bin direkt nach Kanada gefahren.
Weil ich keine Lust hatte auf Stadt angucken bin ich zum Lynn Canyon Park gefahren. Im Lonely Planet als weniger überlaufen angepriesen als der benachbarte Canyon, der ebenfalls eine (noch größere) Hängebrücke hat, war ich angesichts der vielen Menschen(gruppen) doch überrascht. War trotzdem ganz schön. Überall sind Schilder aufgestellt, dass man lieber dem mulmigen Gefühl vertrauen soll und nicht von der Klippe springen. Einzelne davon haben sogar ein täglich aktualisiertes Datum um darauf hinzuweisen, dass es sich keineswegs um veraltete Schilder handelt. Gerade als ich mich fragte, ob es tatsächlich Leute gibt, die diese Schilder ignorieren, platschte es gewaltig und zwei Asiaten sind von der Klippe gesprungen.
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Zur Übernachtung habe ich in Nord Vancouver über Airbnb ein Zimmer gebucht. Nachdem ich erstmal bei Nachbarin geklopft habe, die mich sehr irritiert angeguckt hat und nichts mit mir anzufangen wusste, habe ich die nächste Tür probiert, aber auch dort war niemand zu Hause, weshalb sich das doch sehr nach Einbruch anfühlte und da kein Zettel da war (und niemand auf mein Klopfen/Rufen reagierte), hab ich auch beschlossen, lieber ins Community Center zu gehen und das Wifi dort zu nutzen. Dieses ist durchaus ganz schön, gibt es dort doch neben Ärzt/-innen und Friseur/-innen auch noch eine große Bibliothek, mit freiem WLAN und ein Community Room mit Lego Education für die lokale Jugend.