Unterwegs…

In Zeiten von (fast) allgegenwärtigem Internet habe ich beschlossen während meiner Reise im Iran ein Blog zu schreiben (nur fair, wenn man bedenkt, dass ich doch einige Leute vorher genötigt habe dies auf ihrer Reise zu tun und mich dort über jeden Beitrag gefreut habe). Außerdem ist es eine Chance das Bild eines Landes zu verändern, dass doch durch einige Vorurteile geprägt ist.

Alle Beiträge zur USA-Reise 2019 (komplett und in der richtigen Reihenfolge).
Alle Beiträge zur Namibia-Reise 2018 (komplett und in der richtigen Reihenfolge).
Alle Beiträge zur Schweden, Finnland-Norwegen-Reise 2018 (komplett und in der richtigen Reihenfolge).

Alle Beiträge zur China-Reise 2017 (komplett und in der richtigen Reihenfolge).

Alle Beiträge zur USA-Reise 2016 (komplett und in der richtigen Reihenfolge).
Alle Beiträge zur Japan-Reise 2015 (komplett und in der richtigen Reihenfolge).
Alle Beiträge zur USA-Reise 2015 (komplett und in der richtigen Reihenfolge).
Alle Beiträge zur Iran-Reise (komplett und in der richtigen Reihenfolge).

Visum, Flüge und Ausstattung

Es entwickelt sich. Ich habe jetzt mein Visum erhalten, die Flugtickets sind gebucht (von Schönefeld nach Teheran mit Zwischenstop in Istanbul mit Pegasus Airlines für 400€ hin und zurück).
Dann noch eine neue Grundausstattung, die den Reisekomfort erhöht:

  • Rucksack: Bach Specialist (mit Frontzugriff, so dass man sich nicht von oben durch den ganzen Rucksack wühlen muss und nem vernünftigem Tragesystem und Flugzeugverpackung),
  • Isomatte: Exped Synmat UL 7 LW (eine Luftmatraze mit Stabilisierungsstreben, superklein und leicht, bequem und im Bodenfach zu verstauen) und nen
  • Schlafsack: Meru Iowa mit Microfaserinnenleben (in dem man das Knie anziehen kann und angenehmer und kleiner als mein alter Kunstfaserschlafsack) und es kann eigentlich schon losgehen.

Naja, einen Monat dauert es noch.

Iran? Wirklich? Warum das denn?

Vermutlich wurde jede/r in den Iran reisende, nicht nur einmal gefragt, wie sie/er denn nun ausgerechnet darauf gekommen sei. Nun, in meinem Fall, war es die Empfehlung einer sehr guten Freundin, die als Zwischenfazit ihrer Weltreise den Iran hervorhob. Also: Schuld ist also Katharina, die meine Neugier geweckt hat. 😉 Danke!

Da ich mich bis dahin nicht weiter mit dem Iran befasst habe, begann ich erstmal damit Vorurteile zu hinterfragen und zu spannenden Erkenntnissen zu gelangen.

No. 1: Der Iran ist nicht nur Wüste. Es gibt im nördlichen Teil einen Streifen zwischen Elborz-Gebirge und Kaspischem Meer, wo Tee und Reis angebaut wird und der quasi komplett grün ist.

No. 2: Die Vorbehalte gegenüber Amerika kommen nicht von ungefähr sondern haben ihre Ursachen in der jüngeren Geschichte beider Staaten (und Amerika ist dabei nicht das Unschuldslamm). Dazu aber später in einem eigenen Eintrag mehr.

No. 3: Da Iran auf Grund der Darstellung in den Medien, trotz seiner beeindruckenden Kultur und Natur nicht das Reiseland Nummer eins ist, scheinen allen Berichten zu Folge die Iraner/-innen Tourist/-innen sehr aufgeschlossen gegenüber zu sein.

No. 4: Die Reisesicherheit ist im Iran deutlich höher als gemeinhin angenommen wird. Wenn man bestimmte Gebiete vermeidet (Minenfelder an der iranisch-irakischen Grenze, Drogenschmuggelgebiet an der Grenze zu Afghanistan) ist man wohl auf der sicheren Seite. Die größte Gefahr geht dem Lonely Planet und anderen Quellen zufolge vom Autoverkehr aus (34,1 Verkehrstote pro 100.000 Einwohner/-innen (Deutschland 4,7)).

Also scheinbar unterscheidet sich der Iran, deutlich vom Bild in den westlichen Medien. Da die Temperaturen in den Sommerferien nicht so sind, dass man entspannt durch den Iran reisen kann, habe ich als Zeitraum die Osterferien ausgewählt. Zusammen mit dem 1.Mai kommt man auf 3,5 Wochen, was für einen ersten Eindruck wohl ausreicht.

Durch das Studium diverser Reiseführer vorbereitet geht es also am 11.4. los. Geplant ist eine Mischung aus Übernachtungen über Couchsurfing.com und spannenden Hotels, Eco-Lodges, Homestays.

Karten und Reiseführer

Für alle, die ebenfalls überlegen in den Iran zu fahren, hier eine Übersicht über Bücher, Karten und Reiseführer.

Die deutschsprachigen Reiseführer für den Iran sind überschaubar.

Peter Kerbers IRAN – Islamischer Staat und jahrtausendealte Kultur ist eines von drei deutschsprachigen Büchern, die ich mir zugelegt habe. Hier finden sich neben Hintergrundinformationen, schönen Alternativrouten auch Tipps für Hotels oder Homestays. Dieses Buch habe ich leider verloren, vielleicht kommt es ja noch zu mir.

DuMonts Reiseführer Iran ist eine interessante Quelle für Hintergrundinformationen, enthält aber wenige Reisetipps und ist daher eher für die Rentnerreisegruppe als Grundlage zum Klugscheißen empfohlen.

Von den Lonely Planets für Iran hatten wir die fünfte und sechste Auflage als pdf. Die haben sich auch bewährt, wobei mir das Layout der alten Auflage besser gefiel und Hotels etc. wie so oft auch Geschmackssache sind. Zur Orientierung für Bus und Zug und Flugverbindungen auf jeden Fall gut geeignet. Bei den Preisen muss man die absurde Inflation berücksichtigen. Daher sind etliche Hotels billiger als dort angegeben.

Bei den Karten würde ich Freytag Berndt Autokarten, Iran – Maßstab 1:1 500 000 empfehlen, weil sie trotz gleichen Maßstabs detaillierter ist als die Reise Know-How Landkarte Iran.

Eine gelungene Ergänzung zu den üblichen Reiseführern stellte im Übrigen das folgende Buch dar, welches schon mal einen ersten Eindruck vermittelt welche Erfahrungen man im Iran sammeln kann:

Iranian Rappers and Persian Porn von Jamie Maslin